"Sozialinnovator Hessen" geht in die Verlängerung: TIG koordiniert hessenweites Förderprogramm für Sozialunternehmer

Das Start-up Förderprogramm “Sozialinnovator Hessen” geht in die Verlängerung. Das Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG) übernimmt die hessenweite Projektleitung.

Im Gegensatz zu klassischen Unternehmen fokussieren sich Sozialunternehmen auf innovative Lösungen für gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen und deren positive Wirkung. Das Interesse an dem Thema wächst bereits seit Jahren, so dass das Hessische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. (SEND) bereits im Jahr 2020 das landesweit erste Förderprogramm zum dem Thema ins Leben gerufen hat.

Seit seiner Einführung spielt das Programm eine bedeutende Rolle in der Unterstützung und Förderung von Sozialunternehmertum in Hessen und hat maßgeblich dazu beigetragen das Thema in der hessischen Gründungslandschaft zu etablieren. So wurde die Förderung des Themas auch in den aktuellen hessischen Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD mit aufgenommen.

 

Beim Technologie- und Innovationszentrum Gießen für den Sozialinnovator Hessen zuständig (v.l.n.r.): Christian Deiters, Antje Bienert und Lisa Leithäuser; Foto: Annette Kraus

 

Der Hessische Sozialinnovator wurde im Jahr 2023 bei den europäischen Unternehmensförderpreisen von RKW und EU-Kommission als deutsches TOP-10-Projekt aus dem Jahr 2023 in der Kategorie 6 "Verantwortungsvolles und integrationsfreundliches Unternehmertum" ausgezeichnet.

“Das Förderprogramm ist für Hessen ein großer Erfolg und hat Vorbildcharakter für andere Bundesländer, die zum Teil inzwischen ähnliche Programme initiiert haben wie z. B. den Social Startup Hub Bayern oder die Zukunftsplattform Soziale Innovationen in Sachsen“, analysiert Christian Deiters, der weiterhin als Berater und Startup-Scout den Sozialinnovator regional verankert.

TIG übernimmt hessenweite Koordinierung

Mit dem Jahr 2024 übernimmt das TIG die landesweite Koordinierung des Förderprogramms als sogenannte Konsortialleitung. Für die Abwicklung der zusätzlichen administrativen Aufgaben unterstützt Lisa Leithäuser das Team.

“Bisher sind wir als Wirtschaftsförderungsgesellschaft hauptsächlich regional in Mittelhessen sehr aktiv und freuen uns, nun mit unserer Expertise dazu beitragen zu können, dass das von SEND initiierte Projekt mit kompetenten Partnern in ganz Hessen fortgesetzt und inhaltlich weiterentwickelt wird”, erläutert Antje Bienert, Geschäftsführerin des TIG.

Weitere Partner an Bord

Weitere Partner sind das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. (SEND) als Interessenverband der deutschen Sozialunternehmer-Branche, der heimathafen, Gründerhub mit Coworking Space, Eventlocation & Communityformaten in Wiesbaden, das MAFEX als zentrale Einrichtung der Philipps-Universität Marburg zur Förderung von Existenzgründern und Innovationen aus der Hochschule und UNIKAT als zentrale Gründungsunterstützung der Universität Kassel.

Umfassendes Unterstützungsangebot

Das Landesförderprogramm Sozialinnovator Hessen bietet eine Reihe von Vorteilen, die auf die Bedürfnisse der Social Entrepreneure zugeschnitten sind. Teilnehmende profitieren von spezieller Gründungsberatung und einer maßgeschneiderten Fachberatung wie Rechts-, Social Media-, oder Marketingberatung sowie von der Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, unter anderem auch durch Events und gezielte PR-Maßnahmen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Online-Community. Über eine eigene Plattform werden der Austausch und die Vernetzung mit anderen sozialunternehmerischen Gründungen erleichtert. Außerdem werden bei einigen Partnern auch Coworking-Angebote für die Social Entrepreneure vorgehalten.

Regional durch das TIG werden zurzeit über 20 Gründungen betreut, so z. B.  Clever Sole, die demenziell Erkrankten durch eine Hightech-Einlegesohle mehr Freiheiten verschaffen wollen und dasgute.haus, die als Genossenschaft die 3 Plätze des Lebens Marktplatz, Arbeitsplatz und Spielplatz für alle Generationen miteinander vereinen.

Entwicklung neuer Impulse

Das Jahr 2024 soll auch genutzt werden, um das Förderprogramm inhaltlich weiterzuentwickeln. „Wir möchten noch weitere Zielgruppen für Soziales Unternehmertum begeistern”, erläutert Lisa Leithäuser, “so ist zum Beispiel ein Pilotprojekt geplant, das Schülerinnen und Schüler befähigt, ihre Ideen zur Lösung ökologischer oder sozialer Problemstellungen in möglichst tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen“.

Mehr Informationen erhalten sozial und ökologisch nachhaltig Gründende hier: https://www.tig-gmbh.de/projekte/sozialinnovator

 

 

 

 

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35394 Gießen

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